Es ist kein Platz hier bei mir, hörst du? Es ist kein Platz hier!
Geh nach Hause und weine ein paar Sekunden in dein Kissen.
Was ist schon Zeit?
Sekunden werden zu Minuten und Minuten zu Stunden, doch gestern hast du bereits alles wieder vergessen. Du wirst lachen und weinen, dich im Schlaf zusammenrollen, alleine oder mit der Frau, die du glaubst zu lieben.
Sicher warst du dir nie.
Ich möchte, dass du gehst. Vier Wände für mich, nicht zwei für jeden.
Ein Herz für mich und eins für dich. Ist das denn so schwer?
Du musst nicht da sein, damit ich mich ausziehe. Ich kann in meinem Bett liegen, während du ganz woanders schläfst. 100 Kilometer, 1000 dazwischen.
Du stimmst mir zu und sagst: Liebe kennt keine Grenzen.
Doch vielleicht sagst du das nur, weil du deinen Pass vor einer Ewigkeit bei einer anderen liegen gelassen hast.
Verstehst du, was ich sage?
Mit Händen und Füßen schiebe ich dich hinter eine unsichtbare Linie.
Du fällst die Treppe runter, mit dem Rücken voran.
Die Augen schreckgeweitet. Und ich halte bloß den Atem an.
Wütend und verwirrt bleibst auf den Stufen sitzen und hältst dir den Kopf.
Ich stehe oben, den Blick auf dich gerichtet.
Die Furchen unter deinen Augen sind dunkel und tief.
Doch ich hatte immer mehr Falten als du.
Eine Sekunde, zwei Sekunden, drei Sekunden.
Nach drei Jahren schließe ich die Tür und lasse dich dort sitzen.
Ich wünschte, du hättest dir das Genick gebrochen, nicht mir.

auch wenn es uns nicht immer leicht fällt, sind grenzen wichtig, als sogenannte schutzmechanismen, denn es sind nicht wir, die die grenzen setzen, sondern unsere herzen.