Du hast Angst. Du rennst und rennst und alles, was du hinter dir lässt, wird dich irgendwann wieder einholen. Verängstigt wie ein Tier kauerst du dich zusammen und vermisst den Halt, der dich vorm Ertrinken bewahrt.
Komm, ich reich dir meine Hand, damit du sie mir abschlagen kannst.
Ich bin nicht die, die wartet und stillsteht und hofft. Ich bin nicht die, die darauf lauert, dass du irgendwann über deinen Schatten springst, denn ich werde keine Spiele mehr spielen.
Ich brauche dein Ja, doch du brauchst mein Nein.
Schlag für Schlag kotze ich dir mit blutendem Mund mein Herz vor die Füße.
Ich spüle dich mit rotem Wein runter und tanze.
Tanze durch den Raum, bewege mich, drehe mich und verliere meinen Kopf.
Schreiend und weinend, doch du bist bloß der Kratzer auf meiner Haut, so rot und juckend wie ein Geschwür. Es unter meinen schwarzen Kleidern verbergend gehe ich aus. Ich trinke und rauche, denn ich bin die Hure des Nichts. Verschlinge dich, gebrauche dich, ich fühle nicht.
Ein Kuss ist ohne Bedeutung. Ein Kuss von dir ist Gift in meinen Adern.
Ich spuke dich aus und würge, doch du lachst; lachst so laut, dass niemand es hören kann. Niemand kann es hören, denn alle die dich hören wollen, schlägst du vor den Kopf.
Du begräbst das Gefühl und windest dich im Mitleid.
Wunden tragen andere davon.
Deine Hände umklammern meinen Hals, doch deine Kraft reicht nicht aus. Du sinkst zusammen und schreist, während ich lächele, denn ich schlafe nicht, um zu träumen.
Heute Nacht schlafe ich nicht, um zu träumen.
Heute Nacht bin ich die Hure des Nichts.

radikal, brutal und dazwischen eine besondere zartheit - mal eine ganz andere geschichte von dir, die mir vollkommen den atem raubt. während ich das hier schreibe, hängt der schleier der hure noch in meinem nacken und ruft nach mehr, zu groß ist der durst in meiner kehle.*
Seelenreiche Worte. Leidenschaftlich, mit hohem Karat.
Vielen Dank*